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Sonntag, 26. Januar 2020,

Gedenkveranstaltung

"75 Jahre Befreiung KZ Auschwitz"

18:00 Uhr, Friedenskirche in Grünstadt

 

Im Januar jährt sich zum 75. Mal der Tag der Befreiung des furchtbarsten Gefangenen- und Vernichtungslagers der Weltgeschichte: Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die noch verbliebenen Gefangenen aus einer schreckenerregenden Gefangenschaft in den unbeschreiblichen Verhältnissen des Konzentrationslagers Auschwitz. Bis zu diesem Zeitpunkt waren dort knapp 1,3 Millionen Menschen, überwiegend jüdischer Herkunft, aus ganz Europa auf grausamste Weise zu Tode gekommen.

 

Zum Anlass dieses Jahrestages hält die Evangelische Kirchengemeinde Grünstadt am Sonntag, 26. Januar um 18 Uhr, einen ökumenischen Regionalgottesdienst in der Friedenskirche. Statt einer Predigt erklingt die Stimme eines Opfers von Auschwitz. Die junge Jüdin Ruth Maier hat ihre Erfahrungen als Tagebuch festgehalten: „Das Leben könnte gut sein – Tagebücher 1933-1942“. Sie erlitt ein ähnliches Schicksal wie die weitaus bekanntere Anne Frank. Ruth Maier flüchtete zunächst nach Norwegen, wurde dort, nach dem Einmarsch der Wehrmacht, durch die Gestapo gefangen genommen und nach Auschwitz gebracht, wo sie 1942 ermordet wurde. Auszüge aus ihren Tagebüchern werden durch Schülerinnen der 10 a des Leininger-Gymnasiums unter der Leitung ihrer Geschichtslehrerin Martina Keller vorgetragen.

 

Die Lesungen der drei Textblöcke werden durch die Uraufführung der „Drei Mahngesänge“ für Orchester und Klarinette solo von Evgeni Orkin musikalisch sehr passend eingerahmt und ergänzt: Orkin komponierte sie extra für diesen Anlass und überträgt wesentliche Elemente der Klezmermusik, der traditionellen Musik der osteuropäischen Juden, in seine Komposition. Er übernimmt selbst den Part der Soloklarinette, begleitet durch das ‚Jugendorchester Grünstadt‘, dem Kooperationsensemble der Musikschule Leiningerland und des Leininger-Gymnasiums (Leitung: Richard Martin).

 

Das Vokalensemble der Musikschule Leiningerland unter der Leitung von Lena Maria Kosack übernimmt die weitere musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes mit „Jerusalem“ aus dem Film „Schindlers Liste“ sowie „Adoration“ (Anbetung) von Paul Ben Haim, einem 1933 gerade noch rechtzeitig nach Israel emigrierten jüdischen Komponisten.

 






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